Bottemelech's Jonge

Die Bottemelech's Jonge sind ein lockerer Männerverbund, der seinen Ursprung im letzten Jahrhundert hat. Damals zogen meist nicht organisierte „Junggesellengruppe” zum Tanz von Dorf zu Dorf. Die Junggesellengruppen hatten teilweise Spitznamen wie z. B. die „Hangelörer Morre” (Hangelarer Möhren) oder Bottemelech's Jonge (Buttermilchjungen). Dieser Name wurde in den sechziger und siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts auf einen Stammtisch übertragen, der sich regelmäßig in der heutigen Dorfschänke traf. 1981 wurde die jetzige Gruppe der Bottemelch's Jonge letztlich aus einer Bierlaune heraus im Karneval gegründet.

Heute, nach über 25 Jahren, ist das Erkennungszeichen der Bottemelch's Jonge (ein Frack, zu dem weiße Turnschuhe getragen werden) nicht mehr aus dem Ortsbild wegzudenken. Die Jonge kümmern sich um viele Dinge im Dorfgeschehen, unter anderem führten sie bis 2007 jeweils am Kirmessonntag einen Köttzug durch das Dorf an, dessen Erlös in den Erhalt der Mühlenbachhalle floß.

Aber es konnte auch dank ihrer Mithilfe das Ehrenmal auf dem Friedhof sowie das Heiligenhäuschen an der Ecke Burbankstraße / Adolf-Quadt-Straße renoviert werden. In diesem Zusammenhang ließen sie auch eine Pieta für das Häuschen anfertigen, da das Original gestohlen wurde. 

Zur 2000-Jahr-Feier der Bundesstadt Bonn stifteten sie einen Brunnen, der auf dem Platz vor ihrem Vereinslokal, der Dorfschänke, steht.

Neben der Verbundenheit zu Vilich-Müldorf fühlen sich die Bottemelech's Jonge auch dem Gesang verpflichtet. Nach eigener Auskunft singen sie in rheinischer Mundart, zwei- oder dreistimmig, manchmal auch (wenn es nicht klappt) noch viel vielstimmiger. Hierdurch und auch durch die virtuos gespielten Instrument, wie z. B. der Teufelsgeige, sind sie weit über die Ortsgrenzen hinaus bekannt und haben über das Jahr gesehen eine Vielzahl von Auftritten als „Botschafter” von Vilich-Müldorf.

Übrigens, Bottemelech's Jonge kann nur werden wer nach einjähriger Probezeit einstimmig gewählt wird.