Vilich-Müldorf, ein rechtsrheinischer Ortsteil der Bundesstadt Bonn

Erstmalige Erwähnung findet Vilich-Müldorf 1164 in einer Urkunde der Äbtissin Sophia von Wied des Klosters Villich, in dem unter anderen eine Reinoldus de Molendorp genannt wird. In dieser Urkunde wird der Ortsteil "Mulendorp" genannt. Eine erste urkundlich gesicherte Erwähnung findet "Molendorp" im Jahr 1172, vor 1689 erscheint erstmals die heutige Bezeichnung "Vilich-Müldorff". Der Zusatz Müldorf bezieht sich wahrscheinlich auf eine zu dieser Zeit betriebene Mühle am, den Ort durchfließenden, Mühlenbach. Anfang des zweiten Jahrtausends dem Auelgau zugehörend, kam Vilich-Müldorf zusammen mit weiteren angrenzenden rechtsrheinischen Gebieten in den Besitz von Kurköln.

Später als Ortsteil der Stadt Beuel angeschlossen, wurde Vilich-Müldorf 1969 im Rahmen der kommunalen Neugliederung in Nordrhein-Westfalen Teil der heutigen Bundesstadt Bonn.

Vilich-Müldorf zeichnet sich durch kleinteilige Baustruktur im Ortskern mit reger Bau- und Planungstätigkeit an den Ortsgrenzen aus. Die Wohnlage in unmittelbarer Nähe zum Zentrum der Bundesstadt Bonn zieht zahlreiche Bauinteressierte an, so dass die Bevölkerung rapide zunimmt.  Aktuell ist die städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme Wohnpark Vilich-Müldorf, mit dem Wohngebiet „Im Ziegelfeld“ am südwestlichen Ortsrand und dem Haupterschließungsgebiet des Wohnparks Vilich-Müldorf zwischen altem Ortskern, Bundesgrenzschutzstraße und Bundesstraße 56. Durch diese und frühere Bauvorhaben ist die Anzahl der Bevölkerung seit 1970 um ca. 60% gewachsen. Insgesamt hat Vilich-Müldorf zur Zeit den größten Bevölkerungszuwachs der gesamten Bundesstadt Bonn. Die 3.221 Vilich-Müldorfer leben in 1.344 (31.12.2013) Haushalten, was einen Durchschnitt von 2,40 Personen pro Haushalt ergibt.

Da es in Vilich-Müldorf nur einige kleinere Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe gibt, erfolgt die Versorgung und der Einkauf im wesentlichen in den Geschäftszonen von Beuel und Bonn sowie in Sankt Augustin (Hangelar). Durch die im Ort ansässigen Vereine, die die jährlichen Dorf- und Brauchtumsfeste organisieren und veranstalten, wird der Zusammenhalt der Dorfgemeinschaft gepflegt.